Compagnero

Wie umgehen mit toxischen Mustern restriktiv-dominanter Männlichkeit in Seelsorge und Beratung? Die toxischen und antifeministischen Formen von Männlichkeit haben mittlerweile einen so gravierenden Einfluss auf das gesellschaftliche Miteinander, dass das Männerforum der Nordkirche
Fortbildungsmodule zum Thema Männer-Seelsorge entwickelt hat.

Wir haben uns zur Aufgabe gemacht, uns fortlaufend mit der Analyse gewaltassoziierter Formen männlichen Verhaltens zu befassen und mit dem sich daraus ableitenden Seelsorge-Auftrag. Das geschieht im Austausch mit den Netzwerken dieses Arbeitsfeldes und auf dem Hintergrund 25jähriger eigener Erfahrung in der Männerseelsorge und Beratung. Die Ergebnisse sollen in Fortbildungs-Formate einfließen, die vermitteln, welche Einflüsse dominant-toxisches (männliches) Verhalten fördern und wie diese Muster in Beratung und Seelsorge adressiert werden können.

Im kirchlichen Bereich und den angrenzenden Arbeitsfeldern soll die Männer-Seelsorge mit der spezifischen Expertise sichtbar werden und mit Bildungs-Angeboten dieses Know-how vermitteln. Geplant ist, dieses spezielle Know-how als ergänzendes Modul in den verschiedenen Aus- und Fortbildungsbereichen der Nordkirche (und ggf. darüber hinaus), wo Seelsorge und Begleitung gefragt ist, zu implementieren.

Das ist eine der Schlussfolgerungen für unsere Arbeit im Männerforum, besonders auf dem Hintergrund des Anstiegs häuslicher und familiärer Gewalt und politischer Radikalisierung, hier schwerpunktmäßig diese neuen Akzente zu setzen. Denn es fehlen in Kirche und in vielen Institutionen Strategien und Methoden, gewaltassoziierte Muster zu erkennen und zu benennen. Diese Arbeit ist somit auch ein Teil von Prävention.

Der Arbeitsbereich wird primär verantwortet von Pastor Henning Ernst.

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