Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland

Prüfet alles
und das Gute
behaltet.

Paulus: 1. Thess 5,2

Die Geschichte des Nordelbischen Männerforums 

1985

Die Männerarbeit wurde offiziell von der Leitung der Nordelbischen Kirche eingestellt und der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (KDA) mit der Verwaltung der "Reste" beauftragt. Diese Aufgabe übernahm Heinz Pfingst, Geschäftsführer des KDA, der selbst aus einer gemeindlichen Männergruppe kam.

1987 bis 1995

Zwei- bis dreimal im Jahr trafen sich im KDA Leiter und Mitglieder von Männergruppen zu einem allgemeinen Erfahrungsaustausch und zur Fortbildung. 

1991

Dieser informelle Arbeitskreis um Heinz Pfingst stellte einen Antrag auf Einrichtung eines Männerbüros. Das Büro sollte einen kirchlichen Beitrag zur damals aufkeimenden Männerbewegung leisten und die Unterstützung von Männergruppen organisieren. Der Antrag verschwand im Nirgendwo zwischen den verschiedenen kirchlichen Gremien.

1993

Die Männertagung mit Richard Rohr in der Evangelischen Akademie wurde zu einem Höhepunkte der Männerarbeit in Nordelbien. 

1995

Die beiden männlichen Mitglieder des synodalen Dekadeausschusses "Solidarität der Kirchen mit den Frauen" riefen eine Gruppe von "Männeraktiven" zusammen, um zu überlegen, welchen Beitrag Männer zur Dekade leisten können. 
Diese Gruppe von Ehrenamtlichen führte bis 2003 regelmäßig in der Evangelischen Akademie Männertagungen durch. Aus dieser Gruppe kam der Impuls zur Gründung des Nordelbischen Männerforums und in diesem Zusammenhang entstand auch das erste Leitbild.

1997

Das Infoblatt des Männerforums erscheint zum ersten Mal. Dem „Erfinder“ und Chefredakteur Rolf Pommeranzverdankt das Forum den Slogan „Männer für Männer“.

1999

Auf der Klausurtagung des Männerforums werden die Grenzen des ehrenamtlichen Engagements deutlich. Es fehlten die Ressourcen, um Männerthemen nachhaltig in die kirchliche Arbeit einbringen zu können
Es lag nahe, noch ein mal eine hauptamtliche Stelle für Männerarbeit in der Nordelbischen Kirche zu beantragen. Dieses Ansinnen stieß diesmal zwar überall auf eine positive Resonanz, aber die Finanzierung gestaltete sich sehr schwierig. 

2000

Schließlich konnte die hauptamtliche Arbeit des Männerforums mit einer ABM-Stelle beginnen. Die ergänzenden Mittel stellt der KDA zur Verfügung, der in den 70er Jahren aus der kirchlichen Männerarbeit hervorgegangen war. Die Stelle übernahm Volker Karl Lindenberg, Diakon und Dipl.Soz.Päd. Damit endete die Ära Heinz Pfingst.

2002

Die Synode der Nordelbischen Kirche beschloss offiziell die Wiedereinführung der Männerarbeit und stattete das Männerforum mit 1,5 Stellen aus. Thomas Schollas, Pastor, übernahm die zweite (halbe) Stelle. Er engagiert sich vor allem in der Dekade "Gewalt überwinden" und im Gender-Mainstreaming-Prozess.

folgende Jahre

Das Männerforum etabliert sich als fester Bestandteil der Nordelbischen Kirche. Die Fülle der Themen und die unterschiedlichen Veranstaltungsformen des Männerforums bildete die bunte Vielfalt männlicher Lebenswirklichkeiten ab. Neben der Begleitung des Gender-Mainstreaming-Prozesses (Schollas) entwickelt sich die schöpfungsbezogene spirituelle Arbeit (Lindenberg) zum Schwerpunkt.

2007

Das Männerforum wurde im Rahmen des Reformprozesses mit dem Frauenwerk, dem Jugendpfarramt und der Fachstelle Alter in den Hauptbereich 5 zusammengebunden.

2009

Thomas Schollas verlässt das Männerforum und übernimmt die neu geschaffene Stelle für Gleichstellung und Gender-Mainstreaming in der Nordelbischen Kirche.

2011

Als Nachfolger konnte Joerg Urbschat, Betriebswirt und Theologe, gewonnen werden. Ein Aufgabenschwerpunkt ist es, die Aktiven in der Väterarbeit zu vernetzen und eine Ausbildung für Leiter von Vater-Kind-Veranstaltungen aufzubauen. Der andere Schwerpunkt besteht darin, die schöpfungsspirituelle Arbeit von Volker Karl Lindenberg auszubauen.

2012

 Mit der Fusion zur Nordkirche kommen weitere Stellenanteile zum Männerforum hinzu. 0,5% Stellenanteil aus der Männerarbeit in Mecklenburg, die mit Volkmar Seyffert besetzt werden. Sowie 0,25% Stellenanteil aus Pommern, die mit Dietmar Mahnke besetzt werden. Volker Karl Lindenberg geht 2012 in den Ruhestand.

In einem Treffen aller bekannten engagierten Männerarbeiter wird beschlossen, zukünftig mit einer regional verteilten Struktur zu arbeiten. Dienstsitze der Männerarbeit sollen Kiel, Hamburg und Rostock werden.

2013

 Henning Ernst verstärkt das Männerforum. Er besetzt eine halbe Stelle mit Dienstsitz in Kiel und ist für die Männerarbeit in Schleswig Holstein zuständig.

2014

 Dietmar Mahnke beendet aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen seine Tätigkeit in der Pfarrstelle in Jarmen in Pommern. Da die 25% Stellenanteil der Männerarbeit mit dieser Pfarrstelle verbunden sind, endet auch seine Tätigkeit im Männerforum.

2015

 Matthias Ballke tritt die Nachfolge von Dietmar Mahnke in Pommern an.

 

 

Das erste Leitbild

Forum Nordelbisches Männerforum

Wir sind ein informeller Zusammenschluss von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern in der Nordelbischen Kirche, die ihren Glauben selbstbewusst in der Gemeinschaft leben.

Wir knüpfen gemeinsam an einem Netz, das Männer und Männergruppen miteinander verbindet und in einen Dialog miteinander bringt. Wir entfalten Aktivitäten mit dem Ziel, Männer in Bewegung zu bringen, Männergruppen und Männerprojekte zu initiieren. Ferner organisieren wir jährlich ein offenes Männertreffen und sind Ansprechpartner für all an „Männerfragen“ Interessierte.

Wir verstehen uns als Forum, in dem sich Männer begegnen und außerhalb gängiger Klischees austauschen, neu entdecken, sich anregen, aufregen und erregen können. In diesem Prozess werden wir Stellung beziehen und Diskussionen provozieren.

Wir laden alle Männer ein, sich an der Diskussion um eine neues männliches Selbstverständnis und einer gemeinsam von uns getragenen Position zu beteiligen, die uns miteinander verbindet und eine neue Verbindlichkeit unter uns schafft.
(verabschiedet 1997)

Rolf Polleranz

Ohne einen persönlichen Bezug geht es nicht
Interview mit Rolf Pommeranz

Puzzleteile zusammenfügen, etwas durchorganisieren, das war die Art und Weise, wie sich Rolf Pommeranz im Nordelbischen Männerforum engagiert hat. Er ist einer der „Männer der ersten Stunden“ und der Begründer unseres Infoblattes „Männer für Männer“. Ihm gebührt unser ganz besonderer Dank, nicht nur für die vielen Nachtschichten am PC, sondern vor allem auch für die geniale Namensgebung. Von ihm wollte ich wissen, wie alles begann.
MfM: Vor zehn Jahren erschien das Infoblatt „Männer für Männer“ zum ersten Mal. Du warst der Initiatorund Redakteur. Was war damals deine Idee?
RP: In den Jahren vor 1997 habe ich sehr positive Erfahrungen in Männergruppen gemacht und zwar erste Erfahrungen. Mehr oder weniger zufällig kam ich dann in den Kreis der Männer hinein, die sich auf Landesebene für die Männerarbeit einsetzten. Dort
stellte ich fest, dass an vielen anderen Orten enthusiastische Männer arbeiteten, aber allen fehlte es damals an gegenseitiger Unterstützung. Es gab ein Bedürfnis sich kennen zu lernen, Erfahrungen auszutauschen und sich gegenseitig zu stärken. Da war die Idee der Vernetzung eigentlich eine Sache, die dann plötzlich obenauf lag.
MfM: Vernetzung heißt in diesem Fall sich in schriftlicher Form darüber austauschen, was in den einzelnen Bereichen läuft.
RP: Das war zu der damaligen Zeit das richtige Medium.
MfM: Also war „Männer für Männer „mehr ein internes Infoblatt?
RP: Ja, darum ging es sicherlich in erster Linie, zunächst einmal gucken, was läuft eigentlich im eigenen Bereich, sprich: was läuft innerhalb der Kirche.
MFM: Das Infoblatt hatte von Anfang an eine große Rubrik „Veranstaltungenshinweise“. Damit sollten sicherlich in erster Linie die interessierten bzw. neugierigen Männer angesprochen werden.
RP: Ja genau. Selbstverständlich wollten wir über unseren Kreis hinaus auch neue Männer ansprechen, solche, die neugierig waren auf Männerarbeit. Wir dachten „wir werfen einen Stein in’s Wasser und das zieht Kreise“ und die weiten sich irgendwann so aus, dass sich immer mehr Männer beteiligen. Das ist uns ja auch tatsächlich gelungen.
MFM: Wie war damals die Situation in der Männerarbeit? Du sprachst eben von „vielen enthusiastischen Männer“, die sich beteiligten. Was waren die Themen, was war damals dran?
RP: An Einzelheiten kann ich mich nicht so genau erinnern. Ein Thema, das mir einfällt war: Männer  und Gefühle, wo kann ich Gefühle zeigen, wo kann ich mich darüber austauschen, wo fi nde ich Unterstützung bei anderen Männern, wo kann ich den Umgang mit Gefühlen einüben, wo kann ich sie zulassen? Kurz: die gefühlsbetonte Seite zeigen, die man damals uns Männern nicht zugestanden hat – und die Männer sich selbst auch nicht zugeschrieben haben. Das war eines der wichtigen Themen, die damals obenauf lagen.
MFM: Als Redakteur ist man natürlich immer sehr gespannt auf Reaktionen. Wie waren die Reaktionen auf „Männer für Männer“?
RP: Wenn man die Zahl der Abonnenten nimmt, die ja stetig gestiegen ist, war das Echo sehr positiv. Ich bin da allerdings doch ein bisschen skeptisch. Also, dass jemand gekommen ist und gesagt hat: “Mensch, das macht ihr gut“ davon gab es nicht viele, um nicht zu sagen, es waren nur einige wenige.
MFM: Hattest du mit „Männer für Männer“ auch ein persönliches Anliegen?
RP: Ich denke, ohne ein persönliches Anliegen läuft so etwas gar nicht. Ich sprach schon von der Euphorie unter uns Aktiven. Die hatte mich natürlich auch gepackt. Wir waren in Aufbruchstimmung. Ich hatte´neue Seiten an mir entdeckt und war mit anderen Männern zusammengekommen. Das war meine allererste Erfahrung dieser Art, die ich so mit Männern vorher noch nie gehabt hatte. Das war mein Hintergrund. Nein, ohne einen persönlichen Bezug geht so etwas gar nicht.
MFM: Gibt es einen Artikel, einen Beitrag, an den du dich besonders gern erinnerst?
RP: Ja, das ist der Artikel vom Kirchentag 1997 in Leipzig. Das war mein erster Kirchentag überhaupt. Den habe ich mit Männern aus Nordelbien gemeinsam auf einem Stand erlebt, es war meine erste Stand-Arbeit, die erste Arbeit mit Männern. Das war eine ganz tolle Zeit dort. Seitdem bin ich infi ziert mit dem Kirchentagsbazillus und natürlich war ich in diesem Jahr auch in Köln.
MFM: Du hast zu jeder Ausgabe ein Editorial geschrieben. Es ist sicher nicht immer ganz einfach, ein Editorial für doch sehr unterschiedliche Artikel zu formulieren. Hattest du eine Idee, eine Botschaft, die du gern in diesem Vorwort unterbringen wolltest?
RP: Es gab ja in den unterschiedlichen Artikel sehr unterschiedliche Botschaften. Aber ich denke, es ist ganz wichtig Männern Mut zu machen, wenn sie vor der Frage stehen: „Guck’ ich mir mal Männerarbeit an, interessieren mich Männerthemen, nehme ich meinen ganzen Mut zusammen und gehe ich in eine Männergruppe“, Es ist sehr wichtig, denke ich, den Männern Mut zu machen, die an dieser Schwelle stehen. Und es stehen viele an dieser Schwelle. Gerade diesen Männer, die auf der Suche sind, die neugierig sind, ihnen adäquate Angebote zu machen und über relevante Themen zu informieren, das wird auch in Zukunft wichtig sein. Insofern wünsche ich „Männer für Männer“ auch für die nächsten 10 Jahre viele, auch neue Leser und Leserinnen.
MFM: Die Ausgaben waren am Anfang recht seitenstark, mit vielen unterschiedlichen Beiträgen und Unmengen von Veranstaltungen. Da steckte sicherlich viel Redaktionsarbeit drin.
RP: Ja, das war eigentlich schon Wahnsinn. Also, das war Nächte langes Sitzen am PC, schreiben, formatieren. Das war schon ganz schön viel und hat auch viel Kraft gekostet. Ja, das stimmt. Und das war letztlich auch der Grund, warum ich dann irgendwann gesagt habe, “so, nun ist gut“. Im privaten Bereich - und auch im Beruflichen - hatte sich die Belastungen verändern. Irgendwann hatte ich für mich selbst und für „Männer für Männer“ zu wenig Zeit und später dann auch gar keine Zeit mehr. Das war halt so.
MFM: „Männer für Männer“, dieser Name es Infoblattes ist ja auch zum Slogan unserer Männerarbeit in Nordelbien geworden. Wie bist du darauf gekommen?
RP: Das war eigentlich ganz einfach. Ich war der Meinung, wir sollten eine positive Formulierung finden. Und „für“ ist sehr positiv. Es gibt eine andere Organisation, in deren Namen das Wort „Männer“ auch zwei Mal vorkommt, dazwischen steht aber „gegen“. Ich habe mir einfach gedacht, „Männer für Männer“ das ist etwas Positives, und diese drei Worte bringen ganz knapp zum Ausdruck, worum es geht.
MfM: Rolf, wir danken dir dafür, dass du auf die Idee gekommen bist, ein Infoblatt für die Männer in Nordelbien herauszugeben, dass du einen so genialen Namen erdacht hast und dass du dir für dieses Interview Zeit genommen hast. Ich denke, diesen Dank spreche ich auch im Namen unserer Leser und Leserinnenaus.

Das Interview führt Volker Karl Lindenberg 

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Heinz Pfingst

Sei mutig! Lass dich darauf ein!
Zum Abschied von Heinz Pfingst aus der Männerarbeit

Haushalter der Männerarbeit auf nordelbischer Ebene, das war Heinz Pfingst. Unbürokratisch und manchmal auch unkonventionell hat er als Geschäftsführer des KDA das Männerforum und seine informellen Vorläufer großzügig unterstützt. Und so manches Mal hat er uns  mit seiner drastisch-freundlichen Art auf die Sprünge geholfen. Jetzt – schon in Altersteilzeit – gibt er seinen Stammplatz im Männerforum auf. Was bewegte ihn, sich über Jahrzehnte für andere Männer einzusetzen.
Männer für Männer: Heinz, du gehörst zum Urgestein der Männerarbeit in der Nordelbischen Kirche. Du hast das offizielle Ende 1985 miterlebt und auch den Neubeginn wenige Jahre danach. Wie war das damals, als die Kirchenleitung beschlossen hat, die Männerarbeit einzustellen? Was hast du dabei empfunden?
Heinz Pfingst: Erstmal eine große Enttäuschung. Bei mir kam sehr schnell der Gedanke hoch: „Aha, die ‚Männerkirche‘ hat mal wieder beschlossen, dass sie für sich nichts mehr tun muss.“, oder anders gesagt: „Sich um die Männer zu kümmern ist aus strukturellen Gründen nicht notwendig, die kriegen ja alles wohl selber geregelt“.
MfM: Du warst damals schon Mitglied einer Männergruppe. Habt ihr über diesen Beschluss gesprochen, hat sich das irgendwie auf euch ausgewirkt?
H.P.: Nein, die Männergruppe aus der ich komme, hat sich um die strukturellen und kirchenpolitischen Geschichten rund um die Männerarbeit in der Nordelbischen Kirche gar nicht gekümmert. Wir haben zwar daraus unseren Nutzen gezogen, indem wir über die Männerarbeit interessante Referenten zu Vorträgen geholt haben, aber um die Struktur haben wir uns nicht gekümmert und auch nicht gegen den Einstellungsbeschluss protestiert.
MfM: Das heißt, eure Männergruppe, wie viele andere Männergruppen wahrscheinlich auch, hat weiter existiert?
H.P.: Ja, hat sie, bis zum heutigen Tag. Gerade neulich haben wir unser zwanzigjähriges Jubiläum gefeiert.
MfM: Du hast in dieser Interimszeit informell die Männerarbeit unterstützt. Du hast Räume besorgt, Finanzen locker gemacht, die Infrastruktur zur Verfügung gestellt. Was war für dich der Grund dafür, die Männerarbeit auf diesem Wege von deiner Position als Geschäftsführer aus zu unterstützen?
H.P.: Ich habe mich immer als Wegbereiter der Männerarbeit gefühlt und habe auch immer versucht, an der Thematik dranzubleiben. Ich habe auch versucht, im Bereich des ehrenamtlichen Engagements viele Männer, die sich dann hier in Kiel getroffen haben, zu unterstützen. Denn ich war immer der Meinung, dass das Thema Männer in unserer Kirche höher gehängt werden muss, und dass wir auch wieder strukturell, das heißt mit Hauptamtlichen was machen müssten.
MfM: Das war jetzt der Geschäftsführer, jetzt frage ich den Mann Heinz Pfingst: Was hat das für dich bedeutet, mit Männern zusammen zu kommen gemeinsam an Männerthemen zu stricken.
H.P.: Ja, das war eindeutig die Gemeinschaft unter Männern, die für mich das Wichtigste war und ist. Sonst werden Männerthemen ja landauf und landab immer gleich als Familien- oder Partnerschaftsthema behandelt. Im Kreise von Männern die Thematik Mannsein besprechen zu können, ist schon eine besondere Form, die ganz wohltuend ist.
MfM: Gibt es ein Thema, bei dem du sagen könntest: das hat mich besonders interessiert, mich besonders angesprochen, mich besonders berührt?
H.P.: Ja schon. Mein Interesse war schwerpunktmäßig bei dem Thema „Mann in seiner zweiten Lebenshälfte“ und besonders bei der ganzen Gesundheitsproblematik. Diese habe ich ja auch am eigenen Leib miterlebt und dann gesehen, dass uns älteren Männern die Altersteilzeit zu Gute kommt, wenn wir es schaffen, damit positiv leben zu können.
MfM: Du hast dich jetzt aus dem Männerforum verabschiedet, nach langer und intensiver Mitarbeit. Was würdest du den Männern, die weiterhin engagiert sind, oder auch denen, die noch neu dazu kommen, mit auf den Weg geben wollen?“
H.P.: Ich kann im Prinzip nur jedem neuen Mann, der sich dieser Thematik nähert, und der sich einer Männergruppe anschließen will, sagen: „Sei mutig! Lass dich drauf ein, denn du wirst erfahren, dass es eine ganz spezielle Art ist, sich mit Männern zu treffen, mit Männern was zu unternehmen, sich mit Männern in einem konkurrenzfreien Raum zu begegnen. Ich habe jedenfalls eine Menge von dieser Arbeit profitiert, für mich ganz persönlich.
MfM: Heinz, wir danken dir für deine jahrelange Unterstützung und Mitarbeit. Wir wünschen dir alles Gute für deine Altersteilzeitphase und freuen uns, wenn du mal wieder vorbeischaust.

Das Interview führte V.K. Lindenberg

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